RAMSEIER Suisse AG
Merkurstrasse 1
6210 Sursee Luzern Schweiz
+41 41 919 97 97

Kiesen mit 100 Jahre Jubiläum

Die RAMSEIER Suisse AG ist die grösste Mostobstabnehmerin der Schweiz und betreibt an den Standorten Sursee (LU), Hitzkirch (LU), Oberaach (TG) und Kiesen (BE) Mostereien. Im bernischen Kiesen steht der älteste noch aktive Betrieb, der für die Schweizer Traditionsmarke RAMSEIER regionales Mostobst zu ihren Premium-Produkten verarbeitet. In Kiesen feiert man in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen.

Im Rekordjahr 2011, in dem RAMSEIER insgesamt über 87‘000 Tonnen Mostobst verarbeitet hat, wurden im Betrieb in Kiesen rund 12‘500 Tonnen vermostet. Die Äpfel dafür stammen in erster Linie aus der Region Bern, der Romandie und dem Wallis. Im bernischen Ramsei hat die RAMSEIER Suisse AG ihren Ursprung. Die Nähe zur Westschweiz und die Verankerung in der Region Bern machen den Betrieb in Kiesen nicht nur aus strategischen Gründen für die RAMSEIER Suisse AG besonders wichtig. So kann der Anspruch, für Obstbauern aus allen Regionen der Schweiz ein zuverlässiger Abnehmer zu sein, umgesetzt werden.

100 Jahre Most aus Kiesen
Die ideale Lage von Kiesen hatte schon der Berner Adlige Rudolf von Erlach erkannt und liess 1668 in Dorfnähe ein Schloss erbauen. Die günstige Lage war seit jeher mitverantwortlich für den wirtschaft-lichen Aufschwung des Dorfes. So wurden die Wasserkräfte des lokalen Sägebach früh für das Gewerbe genutzt. Der rege Personen- und Güterverkehr auf der Aare wechselte 1859 mit der Eröffnung der Bahnlinie Bern–Thun vom Wasser- auf den Schienenweg.

Mit dem Aufkommen der ersten Mostereien in der Region, sah man auch am Handelsknotenpunkt in Kiesen eine Chance. So wurde 1912 am heutigen Standort die Mosterei Kiesen erbaut. Fortan wurden grosse Mengen Mostobst produziert und zum Teil per Bahn angeliefert. Aufgrund einiger Anfangsschwierigkeiten und der in den 1930er Jahren grassierenden Wirtschaftskrise kam das Geschäft mit dem Berner Most nur langsam ins Rollen. Im Laufe der Zeit erhielt der Obstwein aber eine immer grössere Wertschätzung. Ziel der Mosterei war es aber alkoholfreien Obstsaft herzustellen. Während die übrigen Mostereien die Herstellung und Vertrieb von Süessmost aufgaben, hielten einzig die Mostereien Ramsei und Kiesen daran fest. Sie sollten Recht behalten. Denn mit dem Bierpreisaufschlag am 1. Mai 1941 stieg die Nachfrage nach Süessmost schlagartig. Um dem gerecht zu werden, wurden 1942 erste baulichen Erweiterungen des Betriebs vorgenommen. Der Süessmost aus Kiesen wurde in dieser Zeit bis nach Genf geliefert. Um eine konstantere Qualität und mehr Ertrag der Obstbäume zu erhalten, wurde die Baumpflege und Schädlingsbekämpfung vorangetrieben. Die Region Kiesen-Oppligen bewirtschaftete damals rund 30 Hektaren Obstgärten. In den besten Jahren umfasste die Belegschaft durchschnittlich 50 Personen, im Herbst jeweils gegen 70. In den 1940er und 1950er Jahren machte sich neue Konkurrenz bemerkbar. Neue Getränke internationaler Grosskonzerne enterten den Schweizer Markt. In Kiesen reagierte man mit neuen Produkten und Geschmacksrichtungen. Die Mosterei in Kiesen konnte so ihre Stellung behaupten und expandierte mit der Anmiete der Mostereien Urtenen und Steffisburg als Depots. 1954 folgte der Kauf der Mosterei in Oppligen.

1977 schlossen sich die übrig gebliebenen Betriebe Ramsei, Münsingen und Kiesen mit der dem Verband landwirtschaftlicher Genossenschaft gehörenden Mosterei Herzogenbuchsee zusammen. Ziel dieses Zusammenschluss war die Erzeugung und der Vertrieb der Obstsaftgetränke unter einem Dach. Unter dem Namen POMDOR AG wurde eine neue juristische Form gegründet. Die Pomdor AG heisst heute RAMSEIER Suisse AG, welche mit der Marke RAMSEIER die bekannteste Obstsaftmarke der Schweiz produziert und vertreibt.

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